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    • Was charakterisiert die Feldenkrais-Methode?

Die Feldenkrais-Methode bedient sich der Lernfähigkeit des Körpers, um Kontakt zur KÖRPER – GEIST – BEWUSSTSEIN-Beziehung zu erlangen. Ideale Voraussetzung dafür ist der Zustand entspannter, aber interessierter Aufmerksamkeit hinsichtlich der vielen verschiedenen Vorgänge in Körper und Geist. Wird die Ausführung einer Bewegung in voller Bewusstheit erlebt, ermöglicht dies dem Klienten/der Klientin, eingelernte Bewegungs-, Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen, zu hinterfragen und neue Lösungen zu finden.

    • Neuroplastiziät – Lernen – Evolution.

Neuroplastizität ist das Schlüsselwort der modernen Neurowissenschaften und auch in der Feldenkrais-Methode das Kernstück. Evolution wäre ohne Anpassungsfähigkeit nicht möglich. Anpassungsfähigkeit setzt die Lernfähigkeit des Organismus´ voraus.

    • Was ist Lernen?

Lernen heißt sich zu entwickeln, ist ein stetiges sich Ausdehnen, ein über sich Hinauswachsen. Jede Spezies tut es und zwar die ganze Zeit.

Der Mensch hat – wie alle höher entwickelten Lebewesen – ein inhärentes, vitales Bedürfnis zu lernen. Babys tun es ganz natürlich und automatisch, ohne dass man sie dazu auffordern müsste. Sie erforschen mit allen Sinnen neugierig die Welt und lernen im Grunde ganz nebenbei – quasi als Nebeneffekt – zu krabbeln, aufzustehen, zu laufen, um nur ein paar der außerordentlichen kindlichen Lernschritte zu nennen. Diese Vorgänge werden als organisches Lernen bezeichnet. Es ist ein interessiertes, neugieriges, spielerisches Lernen, das freudvoll im individuellen Tempo und ohne inneren Druck stattfindet.

    • Die Fähigkeit zu Lernen bleibt uns ein Leben lang erhalten

Bis in die 1970-er Jahre waren die Wissenschaften davon überzeugt, dass das Gehirn sich ab Anfang 30 nicht mehr verändern könne. Man könne nichts Schwieriges mehr lernen. Das war´s – aus die Maus! Zum Glück hatte man sich geirrt.

Mit jeder neuen Erfahrung werden im Gehirn neue Verbindungen gebildet oder alte verstärkt. Unsere Lernaufgabe ist es, die neuen Verknüpfungen bewusst zu entwickeln und zu steuern, also neue, alternative Denkansätze statt der alten (schädlichen/schädigenden) Glaubenssätze zu wählen. Dadurch können wir neue Verhaltensmuster etablieren. Das ist intelligentes Lernen, das ist gesunde Anpassung, das ist erfolgreiche Evolution.