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MEINE GESCHICHTE

Über mich – meine Geschichte

Meine Mutter sagt, ich sei schon von Babyalter an ein außergewöhnlich neugieriges und körperlich aktives Kind gewesen. Am Land in den 70ern aufwachsend, war Bewegung ein selbstverständlicher Teil des kindlichen Daseins. Geschicklichkeit und ein gewisses Maß an Kraft und Ausdauer entwickelten sich im bewegten Spiel scheinbar nebenbei.

Im Alter von 11 erlitt ich bei einem Unfall eine Ruptur der Langen Bizepssehne. Bei der folgenden Operation wurde der Nerv, der die Schulterblattmuskulatur koordiniert, irrtümlich durchtrennt. Die sich daraus ergebende Asymmetrie konnte von meinem jungen Körper zum Teil kompensiert werden.

Jedoch begannen diese Kompensationen über die Jahre und Jahrzehnte hinweg dem Rest meines Bewegungsapparates Probleme und Schmerzen zu bereiten und meine Leistungsfähigkeit einzuschränken. Ich konsultierte Ärzte und Therapeuten – aber keine medizinische Disziplin schien eine nachhaltige Antwort auf meine Probleme zu haben. (Anm.: Diese Schlussfolgerung soll allerdings keinesfalls die Errungenschaften der westl. Medizin diskreditieren. Meine Kritik bezieht sich vielmehr auf das nicht ausreichend fächerübergreifenden westliche Denken im Allgemeinen).

Dann stieß ich eher „zufällig“ auf die Feldenkrais-Methode. Heute kann ich mit Staunen und Freude berichten, dass ich dank dieser Methode gelernt habe, wie und womit ich mir selbst helfen kann.

Während und besonders nach der 4-jährigen Ausbildung zur Feldenkrais-Praktikerin experimentierte ich intensiv und ausführlich, wie genau mein Körper, oder vielmehr jeder menschliche Körper, diverse Bewegungen sinnvoll und effizient ausführt – wenn man ihm „nicht im Wege steht“. Ich wollte bis ins Detail verstehen, was es prinzipiell und individuell braucht, damit eine Bewegung effizient, gesund und leicht ausgeführt werden kann.

Meine Erkenntnisse sind folgende:

Jeder Körper ist ein hochkomplexes und extrem sensibles Präzisionsgerät. Er bewegt sich optimal, präzise und gesundheitsfördernd, wenn:

  • der Stützapparat optimal organisiert ist
  • die Funktionen einzelner Muskeln und deren Zusammenspiel innerhalb der Muskelketten im Einklang sind
  • die Atmung in das Bewegungsgeschehen unterstützend integriert wird
  • die Spannungsverhältnisse zwischen muskulären Spielern, Gegenspielern und Unterstützern (Antagonisten, Synergisten) ausgewogen sind
  • die 3-dimensionale und absolut logische Bauweise des Körpers in einer Bewegung voll ausgeschöpft wird

Darüber hinaus habe ich zur Frage nach dem Zusammenspiel des Trios GEIST-KÖRPER-BEWUSSTSEIN noch einige andere überaus spannende und hilfreiche Zusammenhänge erkannt:

  • den Körper präzise zu fühlen ist der Schlüssel, um seine Signale wahrzunehmen – Bewusstheit und Achtsamkeit sind die Voraussetzungen dafür
  • der Mensch kann über seinen fokussierten Geist seinen Körper von innen koordinieren, steuern und bewegen – mentale und körperliche Präzision sind die Folge
  • bereits jeder einzelne Gedanke hebt oder senkt den Spannungsgrad in allen Geweben des gesamten Organismus´ – von der Muskulatur bis zu den Telomeren (aus Proteinen bestehende Endstücke der Chromosomen) – unsere Denkmuster beeinflussen uns also ununterbrochen
  • die Kiefer- und Rachenmuskulatur sowie der Solarplexus (dt. Sonnengeflecht) sind Türöffner zu Spannung/Entspannung und zur Atmung –
  • Geist und Körper sind in jeder Hinsicht eng verwobene und voneinander abhängige Spieler eines Teams – das Bewusstsein ist das Spielfeld

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die Logik von Bewegung auch sehr viel über die Logik des Seins gelehrt hat.

Mehr und Ausführlicheres dazu siehe bitte unter Hintergründe & Zusammenhänge und in meinem Blog.

 

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