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ZIELE

  • Wirkungsweise und Ziele der Feldenkrais-Methode:
  • Linderung und Auflösung von akuten und chronischen Schmerzen, wie Rücken-, Gelenks- und Kopfschmerzen, von Verspannungen aller Art, Milderung von Arthroseschmerzen, Rehabilitation nach Operationen und vieles mehr.
  • Verbesserung von Bewegungsmustern und Körperhaltungen durch das Erlernen eines effizienten, leichten, sinnvollen und damit nachhaltigen Selbstgebrauchs in privaten und beruflichen Alltagshandlungen.
  • Auch in der Kindesentwicklung, in Amateur- und Profisport oder in der darstellenden Kunst können die Grundbewegungsmuster Gehen, Laufen, Stehen, Sitzen, Liegen, Drehen, Rollen, Beugen, Strecken, Greifen, Ziehen, Drücken etc. und deren zahllose motorische Kombinationsmöglichkeiten enorm optimiert werden.
  •  Entspannung von Körper und Geist mittels unterbrechen des psychosomatischen Ping-Pongs zwischen gestresstem Geist und dadurch zwangsläufig gestresstem Körper und umgekehrt. MEHR

Zielgruppen:

  • Menschen mit Bewegungseinschränkungen bedingt durch Verletzungen, Traumata, Alterungsprozesse
  • Kinder und junge Menschen mit Haltungsproblemen
  • Menschen mit sitzenden Tätigkeiten
  • Menschen mit schweren körperlichen Tätigkeiten
  • Amateur- und ProfisportlerInnen sowie TänzerInnen, die an Technik und Präzision feilen wollen
  • Menschen, die in psychotherapeutischer Behandlung sind und diesen Prozess mit Körperarbeit vervollständigen wollen

Menschen, die neugierig sind und Interesse an persönlicher sowie spiritueller Weiterentwicklung haben

DIE FELDENKRAIS-METHODE UND DAS ÄLTER WERDEN/DER ALTERUNGSPROZESS

Use it – or lose it

Alle körperlichen Strukturen wie Skelett, Muskulatur, Gehirn und Nervensystem brauchen Stimulation, um ihren Grad an Funktionalität aufrecht zu erhalten. Gelerntes will also genutzt werden, um abrufbereit zu bleiben.

Wenn wir älter werden, scheinen uns Fähigkeiten mehr und mehr verloren zu gehen. Sowohl Denk- und Merkfähigkeit als auch komplexe Bewegungsabläufe scheinen uns immer schwerer zu fallen. Wir werden langsamer, steifer, verhaltener. Unsere Kraft beginnt zu schwinden und den Körper im Gleichgewicht zu halten, kann zu einer großen Herausforderung werden.

Die Frage, die sich Wissenschaftler in verschiedensten Wissensgebieten stellen, ist folgende: Inwieweit sind unsere Lebensumstände und unsere Lebensgewohnheiten hier ausschlaggebend? Wie groß ist unser Einfluss auf die Erhaltung von mentalen und körperlichen Fähigkeiten?

Kinder und junge Menschen mit Haltungsproblemen

FELDENKRAIS-METHODE IM ALLTAG UND BERUFSLEBEN

Sei es im Berufsleben oder im Alltag, wir sind immer beschäftigt. Selbst dann, wenn wir „nur“ spazieren gehen oder beim Fernsehen auf der Couch liegen, sind wir mit der Verarbeitung der von außen kommenden Informationen beschäftigt. Wir registrieren aber meist nicht bewusst, wie wir stehen, gehen, sitzen oder liegen. Erst, wenn uns etwas weh tut oder der Magen oder die Blase sich meldet, bemerken wir, dass wir einen Körper haben.
Tätigkeiten, bei denen der Körper unentwegt ausgeblendet wird, führen zu einseitigen Belastungen und damit wiederum zu Fehlhaltungen.
Umso wichtiger ist es, eine Methode zur Verfügung zu haben, die uns während unseres geschäftigen Alltags- und Berufslebens dabei unterstützt, das Zusammenspiel des Trios GEIST – KÖRPER – BEWUSSTSEIN zu sensibilisieren und uns in Achtsamkeit zu üben.

Die Feldenkrais-Methode ist spezialisiert darauf, unser bewusstes Erleben zu trainieren, die Wahrnehmung und die Sinne zu schärfen, sich als Einheit in Bewegung zu entdecken, Kraft und Ruhe zu tanken und gleichzeitig den Körper gesund, stark und flexibel zu erhalten.

Auswirkungen

  • Lösung von Verspannungen
  • Beseitigung von Bewegungseinschränkungen und Gelenkssteifigkeit
  • Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • mehr Ruhe und Gelassenheit in herausfordernden Situationen
  • Steigerung mentaler und körperlicher Leistungsfähigkeit
  • mehr Offenheit und Neugierde auf Neues und Ungewohntes
  • gesteigerte Bewusstheit und Gegenwärtigkeit in Alltagssituationen
  • Linderung von stressbedingten psychischen Schwierigkeiten wie Angstzuständen, Panikattacken, Schlaflosigkeit uvm.

Menschen mit schweren körperlichen Tätigkeiten

DIE FELDENKRAIS-METHODE IM SPORT

Alle Sportler/innen, ob im Amateur- oder Profisport, wollen gut in ihrer Sportart sein. Jedenfalls soll es Spaß machen und sich gut anfühlen, nicht wahr? Die persönlichen Gründe für sportliche Betätigung mögen verschiedene sein, die Frage der technisch korrekten Bewegungsausführung ist stets dieselbe:

Wie gut sind meine Körperteile in der Bewegung X aufeinander abgestimmt? Ein gut organisierter Körper nutzt automatisch das Skelett als Träger, während die Muskulatur die einzelnen Körperteile im Bewegungsablauf entsprechend koordiniert und Feinheiten adjustiert. Die Atmung – wenn sie optimal integriert ist – unterstützt sowohl das Skelett als auch die Muskulatur bei deren Aufgaben. Zug- und Druckkräfte, der Beugewinkel der Gelenke, die Bodenkräfte etc. werden vom Gehirn kalkuliert und gemeinsam mit dem Skelett, der Muskulatur und der Atmung zu einer optimalen Gesamtkörperbewegung koordiniert. Präzision ist Trumpf!

Auswirkungen

  • gesteigerte Präzision und Leichtigkeit in der Bewegungsausführung
  • erhöhte Flexibilität und Stabilität in den Gelenken
  • verminderte Anfälligkeit für Verletzungen und Gelenkverschleiß
  • optimierte Energieversorgung und Ressourcenmanagement
  • Leistungszuwachs
  • mehr Ganzheitlichkeit im körperlichen Empfinden und Freude am Sport

DIE FELDENKRAIS-METHODE IN DER PSYCHOLOGIE

Der Großteil der Menschen hat verlernt, bewusst zu fühlen, zu spüren, präsent zu sein. Die Gedanken in unseren Köpfen drehen permanent ihre Runden und wir glauben, das wäre alles ganz normal. Wir achten meistens nicht darauf, was wir denken und nehmen unsere unreflektierten Interpretationen und Urteile für richtig und wahr an. Das bleibt selbstverständlich nicht ohne Folgen.

Beziehungen innerhalb des Trios GEIST-KÖRPER-BEWUSSTSEIN

Geist => Körper

Unser Gehirn generiert pro Sekunde – den jeweiligen positiven oder negativen Gedankengängen entsprechend – einen Cocktail aus ca. 1.400 verschiedenen Neurotransmittern und Hormonen in den Körper und steuert somit ununterbrochen dessen Grad an Entspannung oder Erregung.

Körper => Geist

Der Körper wiederum sendet mit Hilfe der Sinnesorgane permanent Informationen über die Außenwelt an das Gehirn zurück. Auch der Zustand unseres Inneren wird über eine Kaskade von Botenstoffen an das Gehirn zurückgemeldet. Je nach Notwendigkeit werden verschiedene Gehirnregionen aktiviert und andere gedrosselt.

Kommt das Gehirn z.B. zu dem Schluss, dass irgendeine Form von körperlicher Gefahr droht, drosselt es die Blutversorgung des Großhirns. In einer solchen Situation bleibt keine Zeit für Nachdenken oder für Verhandlungen. Es gilt das Überleben zu sichern. Das Kleinhirn übernimmt mit Hilfe des Sympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) und der Stresshormone Cortisol und Epinephrin die Führung und reagiert mit einer der Stressreaktionen:

  • Kampf
  • Flucht
  • Verstecken
  • im Extremfall Totstellen (Starre)

Unser Gehirn kann dabei allerdings nicht unterscheiden, ob es sich um eine reale körperliche Gefahr oder eine psychisch als bedrohlich interpredierte und damit real empfundene Gefahr handelt. Es reagiert in beiden Fällen mit einem Ausnahmezustand, der sowohl die Gehirnchemie als auch die körperliche Homöostase stark beeinflusst. Jetzt kann das Großhirn nicht mehr klar denken, wir reagieren impulsiv, das Herz rast, wir schwitzen, tiefes Atmen wird unmöglich. Gedankengänge verselbstständigen sich, unbewusste Assoziationen kommen an die Oberfläche, Reaktionen wie Wut- und Angstzustände, Schuldzuweisungen, Affekthandlungen und dgl. sind vorprogrammiert.

Der beste Weg, um aus diesem ungesunden neurochemischen Ping-Pong zwischen unserem Gehirn und unserem Körper auszusteigen, ist das Erlernen von Selbstregulierungstechniken.

Die Feldenkrais-Methode bietet hier die Möglichkeit mittels bewusster Ausführung konkret angeleiteter Bewegungsabläufe und Integration der Atmung den Geist zu beruhigen und den Körper zu entspannen. Das körperlich bewusste im Hier und Jetzt Sein verändert den Neurotransmitter- Cocktail. Folglich muss die Stressreaktion entspannenden Botenstoffen weichen. Der nun aktive Parasymphatikus (der beruhigend wirkende Teil des vegetatives Nervensystems) ermöglicht Homöostase. Heilungshormone Oxytocin, Dopamin, Endorphine werden ausgeschüttet, wodurch sich die Gehirnchemie ausbalnciert und beide Gehirnhälften wieder verbunden und einheitlich arbeiten. Das Trio GEIST-KÖRPER-BEWUSSTSEIN ist wieder im Lot.

Unser Leben in dieser Welt ist oft anstrengend und mitunter stressig. Umso wichtiger ist es, ein universell einsetzbares Mittel wie die Feldenkrais-Methode zur Hand (Verfügung) zu haben, das uns schnell dabei hilft, aus dem Ping-Pong der Stressreaktion auszusteigen. Unseren Körper haben wir immer mit dabei – wir können ihn immer zur Selbstregulierung nutzen.

Effekte (Positive Auswirkungen)

  • allgemeine Linderung von stressbedingten psychischen Schwierigkeiten wie Angstzuständen, Panikattacken, Schlaflosigkeit uvm.
  • Selbstregulation bei obigen Zuständen über (mithilfe) den körperlichen Zugang (des körperlichen Zugangs)
  • Lernen, sich mehr im Hier und Jetzt zu verankern => körperliche Zentrierung, Erdung, Beruhigung
  • Hinterfragen und Relativieren von übernommenen Überzeugungen und Glaubenssätzen
  • langfristige Regulierung der Gehirn-Körper-Homöostase

Ein entspannter Geist lebt in einem entspannten Körper, heißt es. Wissenschaftlich wurde dieser Zusammenhang längst bewiesen – Es stellt sich die Frage: Wann beginnen wir, dieses Wissen für uns zu nützen? – Am besten Jetzt!

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